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Heute ist der

Ausschnitte vom 6. Feb, 2010 aus:
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Willkommen (von links): Nora (elf Monate), Elisa (17 Monate), Jonas (zehn Monate), Marie-Therese (neun Monate) und Magnus (14 Monate) werden von Isabell Pritsch zur Musizierstunde begrüßt.
Rabenhorst


Nahrung für Körper und Seele

Babymusikgarten wird immer beliebter
VON HEIDI RABENHORST GEHRDEN. Der 14 Monate alte Magnus aus Bennigsen kommt jeden Donnerstag mit seinem Opa nach Gehrden, um mit mehreren Altersgenossen Musik zu machen. Elisa (17 Monate) aus Wettbergen spielt am liebsten Verstecken mit bunten Tüchern. Auch Nora aus Vörie freut sich: Schnell greift sie zum Schlegel und schlägt die Trommel. Marie-Therese (neun Monate) aus Benthe findet die Rassel besonders toll, und der zehn Monate alte Jonas aus Gehrden versucht es schon einmal mit einer kleinen Flöte.
Der von der Calenberger Musikschule seit einiger Zeit angebotene Babymusikgarten erfreut sich großer Beliebtheit. Der Kursus lädt Babys bis 18 Monate und deren Eltern oder Großeltern zum musikalischen Spiel ein. „Gemeinsames Musizieren in dieser frühen Phase ist für das Kind Nahrung in dreierlei Hinsicht: für Körper, Seele und Gehirn“, sagt Leiterin Isabel Pritsch.
Forschungen bestätigten inzwischen den positiven Einfluss des Musizierens auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes, sagt die Diplom-Musikerzieherin. Spielerisch können die Kinder zusammen mit ihren Bezugspersonen Klänge erfahren, ihren Körper entdecken und Freude an Musik entwickeln. Ganz oft werden die Baby mit Tönen und Geräuschen zum Lachen gebracht. Manchmal müssen sie aber auch mit einem Lied getröstet und beruhigt werden. „Babys erkunden mit Hingabe Stimme und Körper. Sie untersuchen alles in der näheren Umgebung, was rasselt und knistert, klingt und klappert. Es ist also die richtige Zeit, den Musikgarten mit Rasseln, Klanghölzer, Glöckchen, Trommeln und bunten Tücher zu beginnen“, betont Pritsch.
Da kleine Kinder über die Bewegung und mit all ihren Sinnen lernen, bilden Reime und Lieder eine wesentliche Grundlage des Unterrichts. „Sie zählen zu den ersten musikalischen Erfahrungen des Kindes und spielen für die Sprachentwicklung eine zentrale Rolle“, sagt die Musikpädagogin. In der Stunde am Donnerstag werden in Verbindung mit Reimen und Liedern auch kleine Schlaginstrumente vorgestellt. An den Babymusikgarten schließt sich der Kursus für Musikzwerge an. Daran können Kinder ab 18 Monaten teilnehmen.
Weitere Informationen erteilt die Calenberger Musikschule. Lange Feldstraße 10, in Gehrden unter Telefon (0 51 08) 92 71 50.